Von einem Augenblick zum andern allein Ein Artikel über den Tod, die Trauer und das danach
Beide Leserbriefe sind erschienen in der April-Ausgabe 2002 des Magazins "Katzen extra" und beziehen sich auf meine Veröffentlichung in der Februar-Ausgabe des Jahres 2002.
Liebe Redaktion! Ich möchte mich bei Ihnen und Ihrer Kollegin Frau Anja Demandt von Herzen bedanken für den Artikel über den Tod einer geliebten Katze ... und die Trauer, die einen zu überwältigen droht. Gerade erst - Mitte Januar - musste ich mich von meinem fast 16jährigen geliebten Kater "Mephisto" verabschieden. Er schlief ganz friedlich in meinen Armen ein und liegt nun in meinem Garten unter einem wunderschönen Goldregen. Ich konnte nichts mehr essen und nicht mehr schlafen und habe furchtbar geweint. Gerade weil ich allein lebe, war die leere Wohnung ein Graus für mich. Nun hat sich ein junger bildschöner Kater, der noch keinen Namen hat, in mein leeres Herz geschlichen ... Danke für den Trost und die schönen klugen Worte, die Sie zu diesem Thema gefunden haben! Mit herzlichen Grüßen aus Bremen, Imke Grotelüschen
Sehr geehrte Damen und Herren, herzlichen Dank für den engagierten, einfühlsamen Artikel von Anja Demandt "Von einem Augenblick zum anderen allein". Der Tod eines Haustieres, sowie der Tod überhaupt, ist meiner Meinung nach immer noch das große Tabu. Anja Demandt’s Artikel ist an keiner Stelle sentimental und wird gerade dadurch den Sorgen von trauernden Tierbesitzern gerecht. Sie benutzt kein banales Schulterklopfen nach dem Motto: "Das wird schon wieder, warten Sie’s ab." Der gesamte Artikel wird an keiner Stelle oberflächlich, nimmt jede menschliche und tierische Regung ernst ohne zu belehren oder zu urteilen. Ich hoffe, dass so viele Leser wie möglich bis zur letzten Zeile "drangeblieben" sind. Vielen Dank auch für die ungeschönten Fotos, besonders das der einsam daliegenden überfahrenen Katze. Sie ziehen sich nicht durch das viel gehörte "Ach, ist das schrecklich" aus der Affäre, sondern beweisen Mut zur - leider alltäglichen - Wirklichkeit. Mit herzlichen Grüßen Susanne Hartwig